Rentenkommission der Bundesregierung legt Bericht vor
Erste Stellungnahme der Gewerkschaften
Foto: Gerd Altmann auf pixabay Es muss genug zum Leben übrig bleiben!
In einer ersten Stellungnahme stellt der dbb beamtenbund und tarifunion kritische Punkte heraus. Rente muss auch in Zukunft den Lebensstandard sichern. So lautet das Fazit der Kritik.
Der Bericht der Rentenkommission enthält interessante Ansätze, teilweise sieht der dbb die Empfehlungen aber sehr kritisch.
„Eine pauschale Erhöhung des Renteneintrittsalters lehnen wir ab. In vielen Berufen schaffen es die Kolleginnen und Kollegen gesundheitlich schon heute kaum bis zum regulären Renteneintritt“, sagte der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer am 23. Juni 2026 nach der Vorstellung der Empfehlungen der Rentenkommission in Berlin. „Wenn überhaupt, ist das nur machbar mit entsprechend großzügigen Ausnahmen nach einer Gesundheitsprüfung, wie sie im Kommissionsbericht angedacht sind. Hier wird es also auf die konkrete Ausgestaltung ankommen.“ Zum von der Kommission vorgeschlagenen „Schwedischen Modell“ einer teilweisen Kapitaldeckung der Rentenansprüche sagte Geyer: „Das ist eine interessante Idee, aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Die Regierung spricht dauernd davon, die Belastungen für Beschäftigte und Wirtschaft senken zu wollen. Das Gegenteil würde aber beim angedachten Kapitaldeckungsmodell passieren. Die Lohnnebenkosten würden weiter erhöht. Für unsere Kolleginnen und Kollegen würde das also bedeuten, dass noch weniger netto vom brutto bleibt. So geht das nicht.“ Für den dbb sei klar: Bei allen angedachten Maßnahmen – auch hinsichtlich des Rentenniveaus – müsse sichergestellt werden, dass der Lebensstandard aktueller sowie künftiger Rentnerinnen und Rentner gewahrt werde.
„Wir werden nun alle Vorschläge einzeln und in ihrer Gesamtheit im Detail prüfen und bewerten“, so der dbb-Chef.
Der Bundesvorsitzende des VAB, Herbert Schug, stellt heraus: „Es darf keinesfalls bei denen eingeschnitten werden, die auch bisher schon am wenigsten erhalten. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben ihr Berufsleben lang hart gearbeitet und erhalten im Vergleich die geringste Gegenleistung im Alter. Wir müssen dagegenhalten, wenn beim schwächsten Glied in der Kette gespart werden soll.“