Mit den am 26. Oktober 2011 durch den Bundesminister der Verteidigung Thomas de Maizière verkündeten Standortentscheidungen wächst die Angst der Beschäftigten in der Bundeswehr. Keineswegs bringt die Bekanntgabe der Entscheidung Klarheit über das Schicksal von tausenden betroffenen Beschäftigten. Der Minister lässt alle Fragen zum zeitlichen Ablauf des Standortabbaus offen.
Sowohl der Standortabbau als auch die Ausdünnung von Standorten, wird gravierende soziale Folgen insbesondere durch das Auseinanderreißen von Familien haben. Versetzungen und Umsetzungen sind auf der immer dünner werdenden Landkarte der Bundeswehrstandorte mit immer größeren Entfernungen und den damit einhergehenden Belastungen verbunden. Können die Beschäftigten nicht die geforderte Flexibilität aufweisen, so droht ihnen unter Umständen im schlimmsten Fall auch der Verlust des Arbeitsplatzes. Dazu kommt, dass die Beschäftigten in der Bundeswehr auf absehbare Zeit kaum berufliche Perspektive und damit Lebensplanung finden. Der Bundesvorsitzende des VAB, Herbert Schug, warnt davor, die soziale Sprengkraft des Tempos und der Massivität, mit der die Strukturreform betrieben wird, zu unterschätzen. Zu den einschneidenden Maßnahmen zähle neben der Standortentscheidung auch die Entscheidung des Ministers zur Auslagerung von Personal aus der Bundeswehr.